Runway Rekapitulation: Bei Juan Carlos Obando steckt das Drama im Detail

Diejenigen, die bereit waren, den regnerischen Treck nach Chelsea für die gestrige Show von Juan Carlos Obando, Finalist des CFDA/Vogue Fashion Fund 2008, zu trotzen, konnten sich auf ein traumhaftes Vergnügen freuen. Wie die Klänge von Rebekah Del Rios „Llorando“... [#Bild: /photos/5582b279a28d9d4e05412cf6]|||||| Diejenigen, die bereit sind, den regnerischen Weg nach Chelsea für die CFDA 2008 zu wagen/ Mode Die gestrige Show von Fashion Fund-Finalist Juan Carlos Obando war ein verträumter Genuss. Als die Klänge von Rebekah Del Rios „Llorando“ durch den intimen Veranstaltungsort hallten, schickte der Designer eine atemberaubende Kollektion (den merkwürdigen Titel „The Siren Vs. Hannibal“) aus aufwendig gearbeiteten Kleidern und eleganten Hosenanzügen über seinen Laufsteg, die jeweils mit Accessoires versehen waren schimmernde Stücke aus seiner Zusammenarbeit mit der Juwelierin Gabriela Artigas. Jacken zeigten schöne organisch wirkende skulpturale Details auf dem Rücken, während die sich öffnenden „Rüstungs“-Kleider mit ihren aufwendigen Faltendetails aus Seidenchiffon wahre Meisterleistungen der Handwerkskunst waren. Es sollte nicht überraschen, dass Obando neben dem Modedesign auch als Art Director arbeitet – mit ihren makellos geschnittenen Falten, Drapierungen und Formen sind seine Kleider im Wesentlichen tragbare Kunstwerke. Diese oben genannten Falten zum Beispiel? Komplett von Hand genäht. In seinem Pressepaket schrieb Obando: „Mode … sollte immer aktuell sein und einen Standpunkt ausdrücken.“ Diese Kollektion hat beides erreicht – mit fliegenden (oder sollten wir sagen wirbelnden?) Farben.

- ELANA FISCHMANN