Fashion's Night Out: Der Paris-Bericht

Während die New Yorker in den fünf Bezirken ihr FNO anlegten, war die Pariser Party bereits in vollem Gange. Drüben in der Modemetropole der Welt ging es in die superschicke Avenue... Während die New Yorker in den fünf Bezirken ihr FNO anlegten, war die Pariser Party bereits in vollem Gange. Drüben in der Modehauptstadt der Welt machte ich mich auf den Weg zur superschicken Avenue Montaigne (der High-End-Einkaufsstraße in Paris, Heimat der großen Couture-Häuser), um mir die Soirée anzusehen. Als ich um 18:30 Uhr ankam, war der Bereich bereits mit Teilnehmern, Fotografen und Kamerateams gefüllt.

Der Abend war größtenteils super lu (typisch Paris!) – bei Chanel servierten weiß behandschuhte Kellner pastellfarbene Laduree-Macarons, während Dior Pierre Marcolini-Pralinen anbot. Drüben bei Valentino, großzügige Gläser Champagner und entzückende Notizbücher, die wie Mini aussehen Mode Zeitschriften. Eine der farbenfroheren Boutiquen war Manoush, die ihre Fassade mit rosa Luftballons, Blumen und Skulpturen aus Gummibonbons und Toffee ausgestattet hatte. Dort habe ich die kostenlose Zuckerwatte ausgelassen, aber einem etwas seltsamen Mann in einem Katzenkostüm, der durch den Laden wandert, in einem unangenehmen Austausch von Comic-Gesten nachgegeben.

Später versuchte ich, zurück zu Chanel zu gehen, geriet aber in eine riesige Menschenmenge, die versuchte, hineinzukommen. „Was ist die Aufregung?“ Ich habe meinen Nachbarn gefragt. Anscheinend war gerade Karl Lagerfeld aufgetaucht (aber anscheinend nicht lange geblieben, weil es sein Geburtstag war). Und die Straße runter bei Dior war auch die Chefredakteurin der französischen Vogue, Carine Roitfeld, eingetroffen.

Aber größtenteils war es egal – die Aufregung war auch draußen, als fachmännisch gestylte Mädchen mit drapierten Halsketten und Balenciaga-Geldbörsen auf dem Bürgersteig redeten und die Beats der Party auf die Straße schwappten. Wenn letzte Nacht eine Vorschau auf die Aufregung war, die während der Pariser Modewoche kommen wird ... dann kann ich es kaum erwarten.



– Leonora Epstein